Kinder und Jugendliche
Kindergartengeburtstag
Und wieder ein Grund, dankbar zu sein: 20 Jahre Kindergarten in Martin Luther
In vielen Gemeinden treffen sich vormittags Gruppen im Gemeindesaal, um zu schnacken, zu stricken, zu singen, Sprachen zu lernen etc. Bei uns in Martin-Luther Ahlem steht der große Gemeindesaal i.d.R. erst ab nachmittags zur Verfügung. Denn seit dem 1. September 2006 ist dieser Raum vormittags mit fröhlichem Lachen, begeisterten Bewegungsspielen und Kinder-Baustellen erfüllt, insbesondere wenn es draußen kalt und nass ist.
Wenn es konzentriert still ist, werden zumeist in Kleingruppen bestimmte Förderangebote gemacht, wie Sprachfördergruppen, Rhythmik oder die Kirchenkatzen.
Das war nicht immer so. Die Anfänge unserer Kindergartenarbeit begannen als Spielgruppe schon in den 70-er Jahren im Kellergeschoss, bis mit Hilfe unseres früheren Küsters und Hausmeisters Gerd Tikwe, der gelernter Maurer war, eine Verlegung in den oberen Bereich gelang. Allerdings nur als sog. „Spielgruppe“. Das war ein Angebot für drei Vormittage der Woche mit jeweils drei Stunden, für die die Eltern aber durchweg 70 Euro monatlich bezahlen mussten. Für manche Familien war das nicht erschwinglich, für andere nicht praktisch, weil eine Berufstätigkeit beider Eltern nicht möglich war. So blieben viele Plätze leer, und es gab ein erhebliches Defizit bei der Kirchengemeinde. Eine Aufgabe dieser Arbeit wäre aber für die Gemeinde, die beschäftigten Mitarbeiterinnen und viele Kinder nicht günstig gewesen. So entschloss sich der damalige Kirchenvorstand, die vorhandenen Räumlichkeiten und die Qualifikation der Mitarbeiterinnen bei vorliegend dringendem Bedarf an Kindergartenplätzen zu nutzen und die Spielgruppe durch personelle Ergänzung in einen Kindergarten umzuwandeln.
Eine nicht ganz risikofreie Entscheidung, wie sich herausstellte. Zwar waren Verträge mit den Eltern und der Landeshauptstadt geschlossen, doch seinerzeit mussten die Kirchen für jede Kindergartengruppe, die sie betrieben, eine erhebliche Summe aus Eigenmitteln aufbringen. Das konnte die Kirchenleitung nicht gegenfinanzieren und lehnte daher jede Erweiterung ab! Das war eine Zwickmühle für uns!
In der Gründung eines Trägervereins lag dann die Lösung, die uns auf Dauer trug und sogar eine Mietzahlung an die Gemeinde ermöglichte. Doch jede/r weiß: Alle diese äußeren Bedingungen helfen nicht, wenn das nötige Personal nicht da ist! So freuen wir uns, mit der langjährigen Leiterin Frau Hermenau und ihren engagierten Kolleginnen in diesem Jahr 20 (!) - in Worten: Zwanzig - Jahre „Kindergarten in Martin Luther“ feiern zu können!
Sehr bedanken wir uns auch bei den Begleitenden aus den jeweiligen Eltern-Beiräten und den Vorstandsmitgliedern des Trägervereins und wünschen noch viele gesunde Jahre!
Christa Elsner-Solar
