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Donnerstag, 1. Oktober 2020

Willkommen!

Herzlich Willkommen Herr Pastor Neukirch!

Anfang August – also mitten in den Sommerferien – hat Herr Dr. Neu­kirch als Pastor in unserer Ge­mein­de seinen Dienst begonnen. Für die meisten Gottesdienstbe­sucher*in­nen ist er kein Unbekann­ter, denn er hat in Ahlem schon oft in Vertre­tung gepredigt, als er noch Presse­sprecher der Landeskirche war.

Eine ähnliche Situation gibt es im Kirchenvorstand, denn Herr Pastor Neukirch hat schon an einigen Sitzungen als Gast teilgenommen, sodass ein gegenseitiges Kennenlernen schon erfolgt ist.

Natürlich ist für ihn aber noch vieles neu und auch viele Gemein­de­glieder hatten noch keine Gele­gen­heit, ihn kennenzulernen - können dies hoffentlich bald nachholen.

Der Kirchenvorstand heißt Herrn Pastor Neukirch und seine Frau herzlich willkommen, freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm und wünscht ihm für seine Arbeit viel Freude und Gottes Segen.

C. Elsner-Solar / B. Möller
für den Kirchenvorstand

Ein Interview mit Pastor Neukirch

Wie lange wohnen Sie schon in Ahlem? Wie sind Sie in diesen Stadtteil gekommen?

Wir sind im Jahr 2000 aus beruflichen Gründen nach Hannover und im Herbst 2009 dann nach Ahlem gezogen. Die Erklärung dafür ist ganz einfach: Meine Schwieger­eltern haben in den fünfziger Jah­ren in der Ahlemer Waldstraße gebaut und wir haben das Haus dann renoviert und übernommen. In den Norden überhaupt bin ich durch meine Frau gekommen, also ein Beute-Niedersachse wie ein Kir­chenvorsteher mal sagte.

Vom Pressesprecher der Landes­kirche Hannovers zum Pastor. Was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen?

Nach knapp dreizehn guten Jahren als Pressesprecher war klar, dass eine Luftveränderung und eine neue Herausforderung noch mal schön wären. Und als mich Stefan Krause vor einem Jahr ansprach, ob ich nicht mal wieder Lust hätte, in einer Gemeinde zu arbeiten, fügte sich eins zum anderen. Bald war mir klar: Ja, ich habe Lust auf Gemeinde und die Vielfalt der Aufgaben! Das ist für mich ein „zurück zu den Wurzeln“, zu dem, was ich gelernt habe und was mein Herzensanliegen ist.

„Übrige(n)s“

„Übrige(n)s“

Bild aus der Ausstellung „Übrige(n)s“
(www.hohenzollern-7.de)

Sie fotografieren gerne. Welche Mo­tive berühren / interessieren Sie am meisten? Haben Sie ein selbst foto­grafiertes Lieblingsbild?

Die Beantwortung dieser Frage überfordert mich... Aber: Zurzeit hängt meine Ausstellung „Übrige(n)s!“ in dem Beratungs- und Kompetenzzentrum „Hohenzollern 7“ (www.hohenzollern-7.de). Das ist eine sichtbare Antwort auf diese Frage!

Was ist für Sie Glaube?

Unbedingtes Vertrauen auf Gott.

Welche Rolle spielt dabei die Ökumene?

Ich bin der Meinung, dass wir uns den Kleinkrieg zwischen den Konfessionen schon lange nicht mehr leisten können. Wir müssen an einem Strang ziehen!

Welche ist Ihre Lieblingsfigur / Ihre Lieblingsgeschichte aus der Bibel und warum?

Oh, da gibt es viele schöne Geschichten. Spontan fällt mir die sogenannte Geschichte vom „großen Abendmahl“ ein. Jemand lud zum Abendessen ein, erzählt Jesus. Dann schickt er seinen Knecht, der den Eingeladenen Bescheid sagen soll. Die hatten aber nun diverse Ausreden. Dann heißt es: „Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.“ Eine grandiose Geschichte um zu zeigen, was wir sein sollen: einladende und offene Gemeinde! (Lukas 19,1-10)

Mitgliederrückgang, schwindende Mittel und jetzt auch noch Covid-19. Welche Herausforderun­gen sehen Sie für die Kirche allgemein und auch für die Ahlemer Gemeinde?

Noch mehr als bisher einladende Gemeinde zu sein. Es gibt in Ahlem ja schon die Idee, ein Quar­tierszentrum zu entwickeln. Unsere Lage dafür ist ideal und vieles in dieser Richtung ist ja schon mit dem Jugendzentrum, dem Zirkus Maluki, dem Café Faire Bohne, dem Repaircafé etc. realisiert. Das könnten wir weiter entwickeln und für die Bürgerinnen und Bürger ein zentraler Treffpunkt werden.

Warum drehen Ihrer Meinung nach Menschen der Kirche den Rücken zu und wie kann man junge Menschen motivieren, sich zu engagieren?

Die Selbstverständlichkeit, in der Kirche zu sein, schwindet immer weiter. Wir stellen eine allgemeine Indifferenz gegenüber Kirche fest. Dem können wir nur mit konkreten Angeboten für alle Alters­gruppen, verstärkter Öffentlichkeitsarbeit etc. begegnen. Gleich­zeitig müssen Interessierte spüren, dass sie in der christlichen Gemeinde auf Menschen treffen, die einen bestimmten Blick auf die Welt und das Leben haben. Den Blick der Barmherzigkeit, der Liebe, der vorurteilsfreien Annahme. Und sie müssen spüren, dass wir als Christinnen und Christen viel zu sagen haben: über das Leben und die Liebe, über das Leiden, den Tod und die Auferstehung, über die Bewahrung der Schöpfung und Gerechtigkeit. Kurz: dass wir aus dem Glauben heraus leben und diesen weitergeben. Es darf ruhig ein Heimatgefühl in jeder Richtung entstehen - ich bin in einer Gemein­schaft aufgehoben und habe eine spirituelle Heimat.

Worauf freuen Sie sich in der Ge­meindearbeit und gibt es etwas, das Sie sofort umsetzen möchten? Wel­che Rollen sollen die Gemeindemit­glieder dabei einnehmen?

Ich freue mich auf die Gemein­schaft und die Begegnungen in der Gemeinde. Und was das „Umsetzen“ betrifft: Entscheidend ist, dass wir in der Gemeinde gemeinsam entscheiden, welche Verbesserungen und neue Projekte wir entwickeln wollen - allein kann ich so gut wie gar nichts machen. Es kommt darauf an, dass wir Wege finden, dafür dann an einem Strang ziehen und die nötigen Prozesse anstoßen und umsetzen.

Ein Gedankenspiel: Sie wachen in fünf Jahren an einem schönen Sommermorgen auf. Worüber freuen Sie sich in Bezug auf Ihre Gemeinde? Wie sieht das Gemeindeleben aus?

Ich wache auf und freue mich darüber, dass der Spruch „Gemeinsam sind wir stark“ tatsächlich stimmt.

Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt einmal tun?

So hoch würde ich keinen Wunsch hängen. Aber gut, ein Hubschrauberflug über New York wäre schon ein tolles Erlebnis.

Das Interview führte
Christian Spengler

Impressionen von der Einführung am 20.09.2020

Fotos von Werner Peter

Video des Einführungsgottesdienstes

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