Gemeindebrief
Sommerausgabe - Juli bis September 2026
Editorial
Sobald wir in die Nachrichten schauen, schleichen sich Ängste und Sorgen bei uns ein. Der Fokus auf negative Nachrichten kann den Eindruck entstehen lassen: „Wir leben in einer schlechten und gefährlichen Welt.“
Wie gelingt es uns aber nun, Glück und Lebensfreude in unser Leben zu lassen?
Aus extremer Erfahrung heraus entwickelte Viktor Frankl (österr. Psychiater) eine tiefe Botschaft für uns: Glück und Lebensfreude sind nicht direkt erzwingbar. Sie entstehen eher als Folge von Sinn, Liebe, Verantwortung und innerer Haltung - selbst unter schlimmsten Bedingungen. Lebensfreude ist bei Frankl kein blindes Optimismusgefühl, sondern ein sinngetragenes „Trotzdem Ja zum Leben“.
Aber auch ohne extreme Erfahrungen können wir zu diesen positiven Gefühlen gelangen.
Schauen wir weit in die Ferne, dann entdecken wir das kleine Königreich Bhutan im Himalaya. Als einziges Land der Welt hat Bhutan einen Index fürs Glücklichsein eingeführt, den „Gross National Happiness Index“ (GHI). Das „Bruttonationalglück“ stellt die allgemeine Lebensqualität und das Wohlbefinden der Bevölkerung in den Mittelpunkt.
In Bhutan entsteht das Glück, wenn man mit seiner Umwelt in Harmonie lebt. Das gelingt durch Bildung, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit, eine gute Regierung, Bewahrung der Kultur, Wohlbefinden, sinnvolle Zeitnutzung und Naturschutz.
Was hat das mit uns zu tun?
In Zeiten, in denen fast alles mit einem finanziellen Maßstab bewertet wird, sollten wir überlegen, wie wir glücklich miteinander leben wollen. Wie wir Lebensfreude kultivieren, wie wir uns mehr umeinander kümmern und wie wir Güte wieder lernen.
Freuen wir uns wieder an den kleinen Dingen im Leben, machen wir Musik, erschaffen wir etwas mit den Händen oder vertiefen wir unseren Glauben. In diesem Gemeindebrief finden Sie schon auf den ersten Seiten etliche Angebote.
Glück und Lebensfreude sind für mich in dieser Zeit vielleicht auch nur eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die ich im Hier und Jetzt treffen kann. Es gibt einen kleinen Spalt zwischen Reiz und Reaktion, zwischen dem Aufreger und der Aufregung. Wenn ich es schaffe, in diesem kleinen Spalt nicht mehr automatisch zu reagieren, sondern entscheiden kann, wie ich jetzt agiere, dann kann ich die Situation ganz neu bewerten und mich komplett anders verhalten. Lächeln statt Wut...
Mein Fazit: Wir sind in unserem Glück nicht abhängig von den Umständen, von Dingen oder Situationen. Wir können bei uns anfangen. Letztendlich ist es nur eine Entscheidung, die es uns möglich macht, sich dem Fluss des Lebens voller Lebensfreude hinzugeben.
Christian Spengler
Verantwortlicher Redakteur
Frühjahrsausgabe - Mai bis Juni 2026
Editorial
Heraklit wird zugeschrieben: „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Unsere Gemeinde ist im Umbruch.
Was langsam begonnen hat, zeigt jetzt größere Konsequenzen. Die ersten Anzeichen waren reduzierte Angebote, weniger Menschen in der Kirche oder Schwierigkeiten, Helfer zu finden. Sinkende Mitgliederzahlen bedeuten aber ganz handfest eine geringere finanzielle Ausstattung der Gemeinde.
Das Jugendzentrum Salem hat dies zu spüren bekommen. Nach den Sorgen und Zweifeln und der erfolgreichen Suche nach einem neuen Träger wird in diesem Fall der Wandel zur Beständigkeit. Ich persönlich freue mich sehr, dass
die hervorragende Jugendarbeit in Ahlem fortbestehen kann.
Nun stehen die Gemeinden der Region West vor einer Fusion. Dass es nach Abschluss dieses Prozesses nur noch eine Gemeinde geben wird, ruft ebenfalls Ängste, Sorgen und Zweifel hervor. Die gegebenen Rahmenbedingungen lassen ein Beibehalten des Status Quo diesmal aber nicht zu. Ich sehe das so: Ein Stillstand wäre nur eine langsame Form des Verschwindens.
Es bleibt nur dies: Nutzen wir den Umbruch als Aufbruch in eine gute Zukunft!
Christian Spengler
Verantwortlicher Redakteur
Osterausgabe - März bis April 2026
Editorial
In diesem Gemeindebrief hangeln wir uns quasi durch die großen Stationen eines ganz normalen Lebens: Kirchlich begleitet werden die Taufe, die Konfirmation, die Hochzeit und die Beerdigung.
Die großen Ereignisse, wie auch z. B. ein Umzug, eine neue Arbeitsstelle, die Geburt eines Kindes, aber auch die Schattenseiten wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Verlust sind oft markante Punkte in einem Leben. Bestenfalls sind sie Wendepunkte, die den Fokus auf das Wesentliche im Leben lenken können.
Der weitaus größere Teil eines Lebens spielt sich aber zwischen diesen Ereignissen ab - im Alltag. Alleine oder dort, wo wir anderen Menschen begegnen. Dort, wo wir achtsam mit uns umgehen oder wo wir fröhlich sind; dort, wo wir jemandem zulächeln oder ein freundliches Gespräch führen.
Begegnung und Austausch ist für mich ein zentrales Element. Neugierig, respektvoll und vorurteilsfrei. Mauern einreißen und Gräben zuschütten, um Gemeinsamkeiten zu entdecken und die Unterschiede zu feiern.
Christian Spengler
Verantwortlicher Redakteur
Wir suchen noch Austrägerinnen und Austräger für unseren Gemeindebrief!
Wir suchen Menschen, die uns gerne beim Austragen und Zustellen des Gemeindebriefes unterstützen.
Folgende Bezirke stehen zur Auswahl; in Klammern die Anzahl der Gemeindebriefe:
- Am Urnenfeld/Tegtmeyerallee (50)
- Heisterbergallee (28)
- Hans-Paulmann-Str./Ernst-Bähre-Str. (52)
- Weidemannweg (21)
- Am Büchenberge (28)
- Richard-Lattorf-Str. 2-31 (46)
- Sonnenweg (53)
Der Gemeindebrief erscheint 5x pro Jahr. Der Aufwand ist also überschaubar und lässt sich gut mit einem Spaziergang verbinden, z. B. an einem Donnerstag-Nachmittag zum Café Faire Bohne, wo leckere Kaffeespezialitäten und hausgemachter Kuchen warten.
Also nicht lange zögern und gleich den Wunschbezirk auswählen!
Kontakt über das Gemeindebüro unter 0511 480 269 oder info@martin-luther-ahlem.de.
|
Ausgabe |
Monate |
Redaktionsschluss |
|---|---|---|
|
Osterausgabe |
März/April |
25. Januar |
|
Frühjahrsausgabe |
Mai/Juni |
25. März |
|
Sommerausgabe |
Juli/August/Sept |
25. Mai |
|
Herbstausgabe |
Okt/Nov |
25. August |
|
Weihnachtsausgabe |
Dez/Jan/Feb |
25. Oktober |
Kontakt zur Redaktion
E-Mail: gemeindebrief@martin-luther-ahlem.de (Christian Spengler, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Martin-Luther-Kirche Ahlem) oder über das Gemeindebüro
