Volles Haus ... und Stabwechsel

Ökumenisches Frauenfrühstück seit dem Jahr 2000

Zum 11. Mai 2019 war einmal wieder zum Ökumenischen Frauenfrühstück in die Martin-Luther-Gemeinde eingeladen. Der Vorbereitungskreis hatte sich mit Einkauf und Dekoration wieder einmal selbst übertroffen. Als Bezug zum Thema mit reizender Gänseblümchen-Dekoration auf den Tischen, („Mutter-Gottes-Blume“) vielfach beschrieben, danken wir für den Hinweis Hannelore Bremer!

Zu meiner Überraschung war dieses ein Treffen im 20. Jahr, also allemal wert, besonders erwähnt zu werden. Als Thema stand in diesem Jahr die Figur der Maria in christlicher, jüdischer und muslimischer Überlieferung im Fokus, das uns von Pastorin Bettina Rehbein (theologische Referentin im Frauenwerk der Ev.-luth. Kirche Hannover) vorgestellt wurde: MARIA-MIRJAM-MARYAM und damit unverhofft zeitlich passend zum Start der katholischen Fraueninitiative: Maria 2.0.

In lockerer Atmosphäre waren wir aufgerufen, ratend oder wissentlich ein Maria-Quiz als Einstieg zu beantworten. Hochinteressant im Laufe des Vortrages festzustellen, dass wir durchaus sehr Unterschiedliches mit Maria verbinden, sogar innerhalb der christlichen Tradition. War sie Gottesmutter, ein einfaches jüdisches Mädchen oder eine Revolutionärin, wie Dorothee Sölle sie in ihren „Übersetzungen“ beschrieb oder der Gesang des „Magnifikat“ = „revolutionäre Botschaft“ uns nahelegt? Fest steht, dass kaum eine Frau die Menschheit bis heute so bewegt hat wie Maria. Millionenfach wurde sie in der bildenden Kunst und in Kirchen verewigt. Wunderbare Gesänge und Musikstücke ihr gewidmet und bis heute aufgeführt, berührende Bilder geschaffen, die unsere Vorstellungen prägten und beeinflussten.

Bereichert und angeregt ging der Vormittag mit einem „Stabwechsel“ zu Ende: Die bisherige Organisatorin Gisela Penning wurde verabschiedet, nicht ohne zuvor von der „Neuen“ herzlich bedankt und gewürdigt zu werden. Fast 20 Jahre hat sie unermüdlich durch Kontakte und Ideen andere Frauen motiviert, mit ihr diese Art von Zusammenkünften in den Gemeinden Maria-Trost und der unsrigen zu etablieren und durchzuführen. Als Kirchenvorsteherin bin ich sehr froh über dieses langjährige Engagement und dafür, Gisela in unseren Reihen zu wissen. Sehr froh bin ich auch darüber, dass diese Veranstaltungsreihe nun nicht unbedingt enden muss, sondern in der früheren Kirchenvorsteherin Astrid Busse-Günther eine Nachfolgerin für unsere Gemeinde gefunden hat, die mit ihrem Wissen und Können gute Voraussetzungen für weitere 20 Jahre „Ökumenisches Frauen­frühstück in Ahlem“ mitbringt!

Uns allen einen guten, erholsamen Sommer!

Für den Kirchenvorstand:
Christa Elsner-Solar