Seniorenfahrt 2019

Trier

„Omnia causa fiunt“ (Alles geschieht aus einem bestimmten Grund).

Dieser Satz, mit entsprechend großem Bild, prangte über meinem Bett im Hotel „Ibis Styles Trier“. Ein Hotel mitten in der Stadt im alten, ehemaligen Postgebäude. Ja, die Römer „beherrschten“ die diesjährige Seniorenreise nach Trier.

Trier, einstige Residenz der römischen Kaiser, ist die älteste Stadt Deutschlands und sollte von uns von Montag bis Freitag (1. bis 5. April) erkundet werden. Für einen Überblick und schon manchen Einblick sorgte eine Stadtführung: Dom St. Peter (älteste Bischofskirche nördlich der Alpen), Liebfrauen-Basilika (früheste gotische Kirche in Deutschland) und die romanische Konstantin-Basilika. In der Konstantin-Basilika trafen wir uns jeden Abend um 18:00 Uhr zu einer Andacht. Weitere imposante Gebäude wie die Porta Nigra, die Kaiserthermen und die Barbarathermen ließen erahnen, wie die Menschen damals gelebt haben.

Karl Marx wurde in Trier geboren. Außer dem Geburtshaus gibt es seit dem letzten Jahr ein Denkmal von China zum 200. Geburtstag. Ja, und dann waren da noch die vielen Museen mit den unterschiedlichsten Sammlungen. Das Angebot war riesig und jede und jeder konnte nach Lust und Laune wählen.

Für den Ausflug nach Saarburg an der Saar, welche bei Konz nahe Trier in die Mosel mündet, hätte ich mir einen sonnigeren Tag gewünscht. Dieses mittelalterliche Kleinod mit seinen vielen Brücken und verspielten Fachwerkfassaden, dem imposanten, tosenden Wasserfall mitten in der Stadt und den vielen Plätzen zum draußen Verweilen hätte uns, bei Sonne und Wärme einen Cappuccino trinkend, in südlichen Zauber versetzt. Aber Anfang April ist eben noch kein Frühling. Das kühle Wetter hielt uns aber auch nicht davon ab, eine Schiffsrundfahrt auf der Mosel zu machen. Die Moselfahrt, aber nicht aus „Liebeskummer“, ließ erahnen, welch leckere Weine an den Hängen reifen.

Natürlich haben wir diese Weine, sowohl von der Mosel wie auch von der Saar, bei einer Weinprobe verkostet und zwar bei „Friedrich-Wilhelm“, unserem gemütlichen Speiserestaurant in der Altstadt, welches auch gleichzeitig zu einer Weinkellerei gehört.

Die „geistliche“ Betreuung, zwei Pastoren und ein Vikar, und der bewährte Busfahrer Thomas brachten uns heil und gesund und mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Hannover. Allen vielen Dank.

Und nun? Was wird das Ziel im Jahr 2020 sein?

Ilse Kramer