Seniorenfahrt 2018

Emden

Im Juni starteten 42 Personen zur diesjährigen 5-tägigen Seniorenfahrt nach Emden. Wieder lag eine kleine Besonderheit an der Reiseroute. Die Hansestadt Bremen. Mit ersten schönen Eindrücken ging es weiter zum Ziel Emden. Das Parkhotel Upstalsboom war für die nächsten Tage unser, zentral gelegenes, Quartier.

Nach einem guten Frühstück am nächsten Morgen sahen wir der Stadtführung erwartungsvoll entgegen. Man glaubt gar nicht, was man alles nicht weiß, auch wenn man denkt: Kenne ich doch schon. Z. B.: Wussten Sie, dass Johannes a Lasco (1499-1560) der erste Superintendent aller evangelischen Christen in Ostfriesland war mit Amtssitz in Emden? Leider konnten wir nur einen Blick in die nach ihm benannte Bibliothek werfen.

Nach der Stadtführung stürmten wir am Ratsdelft eine “berühmte“ Fischbude. Hier sollte es den besten und frischesten neuen Matjes der Saison geben. Das wussten leider nicht nur wir, entsprechend lang war die Schlange der Wartenden. – Aber es hatte sich gelohnt. Ja, und nun? Zur Auswahl stand eine Hafenrundfahrt oder eine Grachtenfahrt. Ich muss gestehen, von Grachten in Emden hatte ich keine Ahnung. Also für mich eine Grachtenfahrt. Die andere Gruppe entschloss sich zur Hafenrundfahrt. Eine Besonderheit gab es gleich zu Anfang. Die Durchfahrt durch die Kesselschleuse. Das Besondere daran ist, dass man in ein rundes Becken fährt und von hier aus vier Schleusen-Ausfahrten möglich sind. Die Fahrt durch die Grachten war wunderschön. Vieles, was wir am Morgen zu Fuß erobert hatten, konnten wir nun z. T. vom Wasser betrachten. Herrlich, Wasser von unten, Sonne von oben, Grün am Ufer. Aber auch die Gruppe, die die Hafenrundfahrt gemacht hatte, war sehr zufrieden mit dem Erlebten.

Neuer Tag, neues Ziel – Greetsiel. Ein idyllischer kleiner Ort mit einem malerischen Hafen. Die imposanten Zwillingsmühlen, zweistöckige Galerieholländer, viele kleine Geschäfte in malerischen Gässchen. Der Rückweg nach Emden verlief über Suurhusen. Kennen Sie nicht? Macht nichts, aber der Ort hat eine alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert und einen Turm, der im 15. Jahrhundert gebaut wurde. Dieser wuchtige Turm neigt sich stark nach Westen und ist schiefer als der Turm von Pisa. Er ist der schiefste Turm der Welt. Jetzt wissen Sie es auch.

Wie andere Hafenstädte besitzt auch Emden eine Seemannsmission. Hier waren wir angemeldet und wurden herzlich vom Leiter der Mission, einem Pastor, empfangen. Zunächst erzählte er, bei Ostfriesentee und Kluntjes, über das Haus und den Sinn einer solchen Einrichtung. Man konnte sich vorstellen, dass die Matrosen für die kurze Zeit ihres Landganges hier gut aufgehoben sind. Bei einem Rundgang durch die Gebäude konnten wir auch einige Zimmer besichtigen. Alles machte auf uns, trotz der Zweckmäßigkeit, einen gemütlichen, freundlichen und sauberen Eindruck. Von den Kochkünsten der hauseigenen Küche konnten wir uns auch noch überzeugen. Gern spendeten wir am Ende für diese gute Sache und wünschten der Einrichtung viel Anerkennung, Helfer und das nötige Geld, um weiterzumachen. Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung.

An jedem Abend wurde um 18 Uhr, in einer nahe gelegenen Kirche, eine Abendandacht angeboten. Frau Grünhagen, das Ehepaar Weise und die beiden Pastoren hatten gute Texte mit eigenen Gedanken verknüpft, die von Herrn Weise musikalisch untermalt wurden.

Am Rückreisetag fuhren wir zunächst ins „runde Rysum“, ein Runddorf mit einer sehr alten Kirche und der ältesten noch bespielbaren Orgel der Welt im Inneren. Wir waren angemeldet und kamen so in den Genuss, einige Musikstücke zu hören. Ein besonderes Erlebnis.

Nach einem Zwischenstopp in Bad Zwischenahn fuhr uns unser bewährter Fahrer Thomas über Nebenstrecken, um den Staus auf den Autobahnen zu entgehen, sicher zurück nach Hannover. Ein ganz großes Dankeschön an alle Verantwortlichen.

Ich habe große Lust, Wiederholungstäterin zu werden.

Ilse Kramer

Vorankündigung Seniorenfahrt 2019

Wenn nichts mehr dazwischen kommt, wird uns die nächste Seniorenfahrt nach Trier an der Mosel führen. Ein bisschen früher als sonst, nämlich schon vom 1.-5. April. „Save the date“, bitte bei Interesse vormerken. Näheres sicher beim Nachtreffen der Emdenfahrer, zu dem noch gesondert eingeladen wird.

Stefan Krause