Der Flötenkreis

Immer offen für Neues

Foto: Horst Hildebrandt

Der Flötenkreis unserer Gemeinde bringt sich mit einem Foto unserer Flöten in Erinnerung, die wir allzeit gerne in die Hände und an die Lippen nehmen und deren individuelle Eigenarten wir ziemlich genau kennen, lieben und mit Nachsicht behandeln. Denn zu jeder Flöte gehört eine ganz eigene Art sie zu spielen, damit sie wirklich schön klingt. Wer genau hinsieht, kann 5 verschiedene Größen erkennen, von der ganz kleinen Sopranino über die gängigen Einsteigerflöten Sopran und Alt, hinab in die Tiefe zu Tenor und Bass. Gelegentlich erklingt bei uns auch noch der Großbass, hier nicht im Bild. Außerdem unterscheiden sich die Flöten in der Verwendung des Holzes - vom hellen Ahorn über die braunen Obsthölzer oder auch Olive bis zum schwarzen Ebenholz - sowie geringfügig in der Bauweise. Für Renaissance- und Frühbarockmusik haben wir ein Faible für diejenigen Flöten mit den auffälligen andersfarbigen Querbändern entwickelt, die Traumflöten-Serie. Auf jeden Fall hat es sich bewährt, im Quartett mit ähnlichen Flötentypen zu spielen.

Im vergangenen halben Jahr haben wir einige Gottesdienste mit unserer Flötenmusik mitgestaltet: Zum Apfelfest im Willy-Spahn-Park, zu Erntedank bei uns in der Kirche sowie an Heiligabend in der Christvesper. Außerdem spielten wir im Wandelkonzert erstmalig mit der Blockflöten-Gruppe aus Limmer zusammen und trugen zur Atmosphäre auf zwei Adventsfeiern bei, einmal im Kindergarten an der Martin-Luther-Kirche, einmal „auswärts“ im Kleingartenverein. Im Frühsommer haben wir im Café Faire Bohne Kostproben von Kaffeehausmusik dargeboten.

Immer konnten wir mit Lob und Anerkennung im Gepäck wieder heimgehen, was uns überaus freut. Und als Leiterin glaube ich, auch ein Lob aussprechen zu dürfen: Alle, die zur Zeit dabei sind, haben eine jahrzehntelange Erfahrung mit der Blockflötenmusik angesammelt. Sie spielen hemmungslos das meiste vom Blatt und haben eine gute musikalische Intuition. Es macht Spaß, mit den fünfen zu arbeiten. Das soll aber niemanden abschrecken! Nur wenn wir offen für Veränderungen bleiben, dann werden wir auf lange Sicht als Gruppe fortbestehen können. Das wissen wir, und wir freuen uns über neue Gesichter, über Menschen, die gerne mit uns musizieren möchten, und wir stellen uns auf Neuankömmlinge ein. Bei Interesse vorbeizuschauen, dazu möchte ich herzlich einladen! In der nächsten Zeit üben wir einerseits fürs Tischabendmahl an Gründonnerstag, andererseits für das Theaterprojekt unserer Gemeinde, das vor den Sommerferien zur Aufführung gelangen wird.

Birgit Landvogt