07.10.2018 - Erntedank 2018

Was wäre Erntedank ohne gemeinsame Mahlzeit?

Am 07.10.2018 feierten wir in unserer Gemeinde Erntedank. Es war ein lebendiger und beeindruckender Gottesdienst mit Herrn Diakon Büsing, der eine Albe trug - ein frühchristliches, weißes Gewand mit einem bunten Schal, in welchen verschiedene christliche Symbole eingewebt waren.

Der Altar wurde mit Obst und Gemüse, sowie wunderbaren Blumen der Gärtnerei Lobermeier von äußerst motivierten Gemeindemitgliedern geschmückt. Diese haben auch den Gemeindesaal vorbereitet, die fünf leckeren Suppen gekocht und mit viel Spaß die Gäste bewirtet, die nach dem Gottesdienst noch Lust hatten, am gemeinsamen Suppenessen teilzunehmen. Dem Essen folgte noch Kaffee und Kuchen in einer angenehmen und geselligen Atmosphäre.

Warum feiern wir eigentlich Erntedank? In einer Zeit, wo die Supermärkte das Bewusstsein für die Landwirtschaft stark verdrängt haben und sogar die Altargaben dorther stammen, ist die enge Verbindung von Mensch und Natur nicht immer unmittelbar präsent. Selten gibt es einen Anlass, sich an einer Supermarktkasse Gedanken über die eigene Abhängigkeit von der Natur zu machen oder Gott für die gesamte Schöpfung zu danken. Die Nachhaltigkeit beschäftigt indes immer mehr Menschen.

Eine Erntedankfeier ist deshalb der richtige Rahmen, um sich diese Themen zu vergegenwärtigen, sich darüber hinaus über die katastrophale Ernährungssituation in den ärmsten Ländern Gedanken zu machen oder auch über die Stelle „Unser täglich Brot gib uns heute“ im Vaterunser. Und wo gelingt der Gedankenaustausch besser, als beim gemeinsamen Essen mit netten, aufgeschlossenen Menschen, direkt nach dem Gottesdienst, bei einer wunderbaren, mit Liebe zubereiteten Suppe? Wo können wir Gemeinschaft besser genießen, als in solch einem Rahmen?

Das gemeinsame Erntedankessen ist wie ein Lagerfeuer! Und wie Manfred Becker-Huberti es einmal formulierte: „Ein Gradmesser für dieses gesellschaftliche Be­wusstsein“.

Wir danken hiermit allen, die sich an den Vor- und Nachbereitungen beteiligt haben, die Suppen gekocht, Kuchen gebacken, sowie die Bewirtung ermöglicht haben und natürlich besonders der Gärtnerei Lobermeier für die Blumenspende. Ebenfalls danken wir dem Jugendzentrum Salem, welches einen Teil der Altargaben weitergab, damit Bedürftigen eine warme Mahlzeit zubereitet werden konnte.

Gemeinde steht und fällt mit den Einzelnen, die sich beteiligen - Danke hierfür!

Idil Rack